29. April 2022, Friedberg-Bruchenbrücken

Exkursion zum Streuobstgebiet "Görbelheimer Wingert"

 

Im März 2021 wurde der "Streuobstanbau" zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Seit diesem Jahr wird der letzte Freitag im April als „Tag der Streuobstwiese“ gefeiert! Er ist ein europaweiter Mitmach- und Aktionstag rund um den Streuobstanbau. In diesem Jahr finden Aktionen in sieben Ländern statt.

 

Die Weidewelt-Exkursion, die von den Mitgliedern Camille Hoffmann, Dr. Stefan Nawrath und Gerd Bauschmann geleitet wurde, führte zu den teilweise alten, teilweise neu angelegten Streuobstwiesen des Görbelheimer Wingert. Die Exkursion endete mit kleinen Köstlichenkeiten von der Obstwiese (z. B. Grüne Sosse mit Wiesenkräutern, Apfelwein und Apfelsaft) und einem Besuch der Galerie Hoffmann.

 


26. April 2022, Friedberg

Vortrag "Geschichte des Kulturgraslandes in Friedberg"

 

Unser Mitglied, der Botaniker Dr. Stefan Nawrath, hielt diesen Vortrag für den Friedberger Geschichtsverein. Er ging dabei auf die Entwicklung des Grünlandes, insbesondere unter dem Einfluss der Beweidung durch Megaherbivoren und seit etwa 7000 Jahren durch die Nutztiere des Menschen ein. Kritisch betrachtete er die aktuelle Entwicklung durch Intensivierung, die zu einem fast vollständigen Verlust mageren Grünlandes geführt hat. Auch der Umgang mit Ausgleichsflächen und die Ansaat von Blühmischungen wurde von ihm hinterfragt.

 


17. April 2022, Friedberg und Wetzlar

Frohe Ostern!

 

Die Osterhasen sind in den letzten Tagen besonders aktiv, was auch die Fotos unserer Wildkameras bestätigen.


09. April 2021, Tuttlingen

Vortrag von Frans Vera: Die Bäume sprechen zu uns, aber verstehen wir sie?

 

Der international renommierte niederländische Biologe und Naturschützer Frans Vera hat durch seine grundlegenden Arbeiten über den Einfluss großer Pflanzenfresser bei der Entstehung der mitteleuropäischen Waldvegetation sowie durch das von ihm maßgeblich mitgestaltete Großschutzgebiets-Experiment „Oostvaardersplassen“ einen herausragenden Beitrag zu modernen Naturschutzstrategien geleistet.   

 

Dieser großartige Online-Vortrag, an dem auch mehrere Weidewelt-Mitglieder teilnahmen, wurde von unserem Partnerverein „Naturnahe Weidelandschaften e.V.“ organisiert. Dafür vielen Dank!


April 2022, Friedberg-Dorheim

Lammzeit am Wingert bei Dorheim

 

Am 4. April hat die Lammzeit begonnen. Insgesamt 11 Rhönschafe und 11 Fuchsschafe wurden von den Böcken gedeckt und können noch bis Mitte Mai ablammen. Roya Bornhütter und Lars Wichmann haben wunderbare Fotos von den Schafen geschossen.

Auch einige "Zaungäste" kamen vor die Linse: Gartenrotschwanz, Blaumeise, Schafstelze und Turmfalke.


5. April 2022, Online

„Schau, was kommt von draußen rein…“ – Einen nachhaltigen Einsatz von Pestiziden gibt es nicht!

 

Am 5. April 2022 hat das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft das EU-Webinar „Schau, was kommt von draußen rein…“ veranstaltet. An dem Webinar haben mehr als 200 Zuschauer teilgenommen, darunter auch Weidewelt e. V. 

 

Die Vorträge haben wieder einmal gezeigt, dass ein nachhaltiger und unbedenklicher Einsatz von Pestiziden eine Mär ist. Aktuelle Studien belegen, dass Pestizide in Deutschland nahezu ubiquitär in der Luft vorhanden sind und weit über den eigentlichen Ort des Einsatzes hinaus verdriftet werden. Deutschlandweit wurden an 163 Messstellen 138 Pestizide nachgewiesen, von denen zum Zeitpunkt der Messreihe 30 % in Deutschland nicht mehr zugelassen waren. An einer Messstelle konnten bis zu 34 verschiedene Pestizide festgestellt werden. Glyphosat, obwohl als nicht flüchtig eingestuft, wurde in allen technischen Sammlern gefunden.

 

Über den Luftweg gelangen Pestizide auch auf Bio-Äcker, in Naturschutzgebiete und in die menschliche Lunge. Welche Wirkung das Einatmen von Pestiziden, dies gilt insbesondere für die Aufnahme eines Gift-Cocktails aus mehreren Pestiziden, auf den menschlichen Organismus hat, ist dabei noch weitestgehend unerforscht.

 

Die interessanten und aufschlussreichen Beiträge des Webinars könnt Ihr Euch unter folgendem Link auf der Internetseite des Bündnisses für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ansehen.

https://www.enkeltauglich.bio/eine-nachhaltige-verwendung-von-pestiziden-gibt-es-nicht/

 

Übrigens: Die Tatsache, dass der Einsatz eines Pestizids durch die Zulassungsbehörde freigegeben wurde, ist dabei noch lange kein Garant für dessen „Unbedenklichkeit“. Das lange Zeit als unbedenklich eingestufte Insektizid Chlorpyrifos erwies sich in unabhängigen Studien als keineswegs unbedenklich. Schon in geringen Dosen schädigt Chlorpyrifos die Gehirnentwicklung von Kindern im Mutterleib und führt zu einer dauerhaft eingeschränkten geistigen Leistungsfähigkeit der Kinder. Seit Februar 2020 ist Chlorpyrifos in der EU verboten – bis dahin wurde es auch in Deutschland, u.a. im Obstbau, eingesetzt.


04. April 2022, Madrid

Video "Weidehaltung und Klimawandel"

 

Jesus Garzon von unserer spanischen Partnerorganisation "Trashumancia y naturaleza" hat uns einen link zu einem Video geschickt, das seine Kollegen Pablo Manzano und Agustin del Prado über die extensiven Weidehaltung und ihre Bedeutung für die Anpassung an den Klimawandel verfasst haben.


19. März 2022, Friedberg-Dorheim

Wiederansiedlung von Trollblumen

 

Die Wiesen am Hechtgraben bei Dorheim gehören pflanzensoziologisch zu den Glatthafer- und Pfeifengraswiesen. Eine Charakterart war die Trollblume, die früher in großen Beständen dort wuchs. Tradionell wurden die Wiesen im Wechsel gemäht und beweidet. Als die Trollblume stark abnahm, wurden 2008 Grabentaschen angelegt, die auch mit Rotem Höhenvieh beweidet wurden. Doch die Trollblume ging weiter zurück und verschwand schließlich aus dem Gebiet. Zur Anhebung des Wasserstands wurde ein Wehr in den Hechtgraben eingebaut. Nun ist der Boden wieder feucht genug für die Wiederansiedlung der Trollblume.

 

Als es nur noch wenige Pflanzen am Hechtgraben gab, sammelte Willy Schauer vom NABU Friedberg Samen und vermehrte die Art in seinem Garten. Nach seinem Tod betreute Anna Wirsching die Blumen weiter und konnte nun eine stattliche Anzahl Pflanzen zur Ausbürgerung im Naturschutzgebiet zur Verfügung stellen. Diese wurden am Samstag vom Weidewelt-Vorsitzenden Gerd Bauschmann und Weidewelt-Mitglied Dr. Stefan Nawrath im Gebiet ausgebracht.

 

Wichtig wird nun sein, die Gebietspflege so zu gestalten, daß die Trollblume und andere seltene Pflanzen- und Tierarten überleben. Dazu gehört auch die Wiedereinführung der Beweidung.


15. März 2022, New York

Vereinte Nationen erklären 2026 zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und Hirten

 

Am 15. März 2022 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNGA) in New York das Jahr 2026 einstimmig zum Internationalen Jahr der Weideländer und Hirten (IYRP) erklärt. Diese endgültige Zustimmung ist der Höhepunkt einer Bewegung, die sich über mehrere Jahre zu einer globalen Koalition von über 300 Organisationen entwickelt hat, darunter auch „Weidewelt“ und mehrere UN-Organisationen.

 

Aufbauend auf diesen Bemühungen formulierten die Regierung der Mongolei und 60 weitere Länder, die die Resolution unterstützt haben, die Resolution und legten sie der UN-Generalversammlung vor. Die UN-Generalversammlung würdigt die Bedeutung der Resolution, um die Probleme hinsichtlich der globalen Biodiversität, des Klimawandels und sozioökonomischer Ungleichheiten anzugehen. Sie erkennt an, dass Hirtentum eine dynamische und transformative Lebensgrundlage ist, die eng mit vielfältigen Ökosystemen, Kulturen, Identitäten, traditionellem Wissen und historischen Erfahrungen im Zusammenleben mit der Natur verbunden ist. Es wird bekräftigt, dass "gesunde Weidelandschaften von entscheidender Bedeutung für wirtschaftliches Wachstum, robuste Lebensgrundlagen und die nachhaltige Entwicklung des Pastoralismus sind".

 

Weidelandschaften bedecken derzeit 54 % der Erdoberfläche und sind damit unser größtes Ökosystem, das jedoch am stärksten gefährdet und am wenigsten geschützt ist. Rund um die Welt sichern die Weidelandschaften den Lebensunterhalt und die Ernährungssicherheit von Hunderten von Millionen von Hirten, die tierische Produkte nicht nur für sich selbst, sondern auch für Millionen von anderen Menschen bereitstellen. Viehzüchter nutzen ihr Vieh, um die oft spärliche und kurzlebige Vegetation, die vom Menschen nicht verzehrt werden kann, in gesunde Nahrungsmittel mit hochwertigem Eiweiß für den heimischen Markt und für Exportmärkte umzuwandeln. Damit tragen sie zur globalen Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit bei.

 

Nachhaltige Weidelandschaften und Weidewirtschaft werden dringend benötigt, umso mehr in einer Welt, die mit einem unberechenbaren und sich verändernden Klima konfrontiert ist, in der bereits über 700 Millionen Menschen Hunger leiden und eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.

 

Die intensive, industrielle Viehhaltung auf engem Raum hat einen großen Kohlenstoff- und Wasser-Fußabdruck; dagegen ist der Fußabdruck von Weidesystemen wissenschaftlich erwiesenermaßen nahezu gleich null. Weidelandschaften, die durch Beweidung erhalten werden, bilden die größte Kohlenstoffsenke des Planeten. Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weideland ist für die Eindämmung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung.


10. März 2022, Berlin

Apfelweinkultur ist immaterielles Kulturerbe

 

Die vor allem in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Bayern beheimatete Apfelweinkultur steht jetzt auf der UNESCO-Liste des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland. Das haben die Kulturministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, beschlossen. Der Verein „Weidewelt“ hatte den entsprechenden Antrag des Vereins Apfelwein Centrum Hessen unterstützt. Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt kreative und inklusive Kulturformen und deren reichen Schatz an Erfahrungswissen.

 

Von der Streuobstwiese, die als ökologisch wertvoller Lebensraum die Landschaft prägt, über die traditionelle Herstellung des Apfelweins bis zu Gaststätten und Festen ist die Apfelweinkultur seit Jahrhunderten ein wichtiges Element hessischer Identität: Engagierte Menschen pflegen Obstbaumbestände, keltern gemeinsam und feiern Apfelweinfeste. Vereine, Verbände und Streuobstinitiativen – auch die Mitglieder des Vereins „Weidewelt“ - geben diese Kultur weiter, vom Wissen um alte Obstsorten und Keltertechniken bis zu Verkostungen, Wettbewerben und geschmacklichen Experimenten mit Mispel, Honig und Quitte.


09. März 2022, Bonn

Korrekturen zur falschen Benennung der "Weidelandschaft des Jahres 2022"

 

Dazu schreibt die Schriftleiterin der Zeitschrift "Natur und Landschaft":

 

Sehr geehrter Herr Bauschmann,
haben Sie recht vielen Dank für Ihren wichtigen Hinweis! Wir haben etwas Zeit gebraucht, aber jetzt sind alle Fundstellen mit der falschen Bezeichnung korrigiert, d.h. in der PDF-Übersicht der "Natur des Jahres" auf unserer Website (vgl. unter http://s3-eu-central-1.amazonaws.com/de-hrzg-khl/kh-natur/public/Service/Naturobjekte/naturobjekte_2022_kohlhammer_natur-und-landschaft_op.pdf) in unserer PDF-Ausgabe sowie auch in der Online-Ausgabe 2-2022. Für die gedruckten Hefte ist ja leider keine nachträgliche Korrektur mehr möglich.
Wir bitten unseren Fehler zu entschuldigen, durch die Zusendung des Fotos aus der Klostermersch ist es leider zu diesem Missverständnis unserseits gekommen.

27. Februar 2022, Ockstadt

Weidepflege und Winterschnitt im Weidewelt-Projektgebiet Ockstadt

 

Auf dem Kirschenberg Ockstadt wurden auf zwei von Weidewelt-Schafen beweideten Streuobstparzellen Wildtriebe von Zwetschgen und Mirabellen entfernt. Das Entfernen der Wildtriebe ermöglicht beim nächsten Beweidungsdurchgang ein besseres Beweidungsergebnis und erleichtern das Auf- und Abbauen der Weidenetze, die gerne in den stark verzweigten Wildtrieben hängen bleiben. Wildrosen und einzelne Weißdorngehölze werden auf den Flächen erhalten. Brombeeraufwuchs wurde auf den beiden Parzellen vollständig entfernt.

 

Als weitere Maßnahme wurde an drei jungen Hochstammbäumen - Schweizer Wasserbirne, Gute Graue und Roter Eiser - ein Winterschnitt durchgeführt, damit sich die Bäume gut entwickeln können.


23. Februar 2022, Dorheim

Entbuschung mit dem Robomax

 

Im Projektgebiet "Wingert bei Dorheim" wurde eine Streuobstwiese von einer Spezialfirma mit dem "Robomax" entbuscht. Vorher wuchsen die Brombeeren bis in die Kronen der Obstbäume. Wahrscheinlich muss die Fläche noch mehrere Jahre regelmäßig gemäht werden, bevor sie wieder beweidungsfähig ist.


05. Februar 2022, Aschaffenburg

Weidewelt-Ausflug in das Nationale Naturerbe bei Aschaffenburg-Schweinheim

 

Insgesamt wurden hier 236 ha ehemals militärisch genutzte Fläche dauerhaft für Naturschutzzwecke gesichert. Etwa 60 ha entfallen auf eine abwechslungsreich strukturierte Großkoppel mit offenen bis halboffenen Bereichen, kleinen Tümpeln und Wäldchen, die von Przewalski-Pferden und Heckrindern beweidete wird. Die beweideten Flächen liegen innerhalb des FFH-Gebietes 6021-302 „Standortübungsplatz Aschaffenburg“ und gehören außerdem zum ca. 300 ha großen NSG „Ehemaliger Standortübungsplatz Aschaffenburg und Altenbachgrund“. Um das Semireservat führt ein ca. 4 km langer Rundweg, von dem die Weideflächen gut eingesehen werden können.

 

Beim Besuch von Lars Wichmann und Roya Bornhütter am 5. Februar konnten insgesamt 18 Przewalski-Pferde und 13 Heckrinder gezählt werden.

 

Weitere Informationen dazu unter

https://www.wildpferde-aschaffenburg.de/

und

https://semireservate-przewalskipferde.jimdofree.com/

 

Anmerkung zu den Begriffen "Auerochsen" und „Heckrinder“

 

Das als Auerochse oder Ur bezeichnete Wildrind ist 1627 in Polen ausgestorben. Bei den heute in zahlreichen Beweidungsprojekten eingesetzten Heckrindern handelt es sich um Abbildungszüchtungen, die durch Einkreuzung verschiedener ursprünglicher Rinderrassen phänotypische Merkmale aufweisen, die denen des ausgestorbenen Auerochsen mehr oder weniger entsprechen. Eine „Rückzüchtung“ des ausgestorbenen Auerochsen ist nicht möglich. Der Begriff verharmlost das Aussterben von Arten und suggeriert, dass es sich um einen reversiblen Vorgang handelt und ist wissenschaftlich nicht korrekt.

 

Der Name „Heckrind“ geht auf die Brüder Heinz und Lutz Heck zurück, die die Abbildungszüchtung des „Auerochsen“ bereits in den 1920er Jahren vorantrieben.

 

 

Anmerkungen zum Przewalski-Pferd

 

Bis vor wenigen Jahren galten Przewalski-Pferde als letzte echte Wildpferde. Inzwischen deuten Forschungsergebnisse jedoch darauf hin, dass das Przewalski-Pferd auf das Botai-Pferd zurückzuführen ist. Demnach handelt es sich bei Przewalski-Pferden um vor etwa 5.000 Jahren wieder verwilderte, zuvor domestizierte Pferde der bronzezeitlichen Botai-Kultur in Kasachstan.

 

Das Przewalski-Pferd wurde erst 1877 von dem russischen Geographen Nikolay Mikhaylovich PrzhevalskyIn in den Steppen der Mongolei entdeckt. In freier Wildbahn ist das Przewalski-Pferd wahrscheinlich um 1969 ausgestorben. Einzelne Tiere überlebten in europäischen Zoos und lieferten den Genpool für den Wiederaufbau der Population. Seit 1985 exisitiert für das Przewalski-Pferd ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP). 1992 konnten die ersten Przewalski-Pferde wieder in ihrer ursprünglichen Heimat, den Steppenökosystemen Zentralasiens, ausgewildert werden. Aktuell existieren weltweit wieder über 2.000 (2.400) Przewalski-Pferde. Die Haltung der Pferde in Semireservaten wie in Schweinheim ergänzen die EEP-Bestände in Zoologischen Gärten und geben einen vorsichtigen Einblick in das Verhalten der Art in ihrem „natürlichen“ Lebensraum.


Februar 2022, Bonn

Objekte des Jahres 2022

 

In der Fachzeitschrift "Natur und Landschaft" werden jährlich alle Aktionen zur Natur des Jahres aufgeführt, so auch wieder im Heft 2/2022. Leider ist die Weidelandschaft des Jahres falsch benannt: Obwohl von uns "Naturentwicklungsgebiet Lippeaue" gemeldet wurde, hat die Zeitschrift "Klostermersch in der Lippeaue" draus gemacht. Die Klostermersch ist lediglich ein Teil des Verbundes, wenn auch der älteste.

Hier unser Kurztext:

 

Weidelandschaft des Jahres 2022: Naturentwicklungsgebiet Lippeaue

1991 richtete die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU) in der Lippeaue eines der ersten mit Taurusrindern und Koniks beweideten Naturentwicklungsgebiete in Deutschland ein, die Klostermersch. Leitbild ist eine naturnahe Flusslandschaft, die sich weitgehend ohne Eingriffe des Menschen entwickeln kann. Weitere benachbarte Gebiete folgten und bilden heute einen Biotopverbund.


18. Januar 2022, Berlin

BMU-Agrarkongress 2022: Umwelt und Landwirtschaft im Aufbruch – Die Zukunft jetzt auf den Weg bringen! - Hybridveranstaltung mit interaktivem Livestream aus dem dbb forum berlin

 

Umwelt und Landwirtschaft im Aufbruch! Eine der großen Herausforderungen in der gerade begonnenen Legislaturperiode wird es sein, Land- und Ernährungswirtschaft so zu verändern, dass wir Umwelt, Klima und Artenvielfalt schützen, Tierwohl garantieren und gleichzeitig den wirtschaftlichen und sozialen Zielen einer zukunftsfähigen Landwirtschaft gerecht werden. Es ist Zeit, diese Aufgaben zügig und gemeinsam anzugehen.

Erst vor wenigen Monaten hat die von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel initiierte Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) mit ihrem Abschlussbericht „Zukunft Landwirtschaft. Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ umfassende Empfehlungen und Vorschläge an die Politik für die notwendige Transformation des Agrar- und Ernährungssystems vorgelegt.  Der Bericht greift auch die Empfehlungen des Kompetenznetzwerks Nutztierhaltung für den Umbau der Tierhaltung in Deutschland auf. Beiden Gremien ist es gelungen, über die verschiedenen Akteursgruppen hinweg ein gemeinsames Verständnis von Herausforderungen und Zielen zu erarbeiten, die Grundlage für einen Gesellschaftsvertrag zu einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft sind. In diesem bislang sehr umstrittenen Politikfeld stellt ein solcher Interessenausgleich einen enorm hohen Wert dar.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit möchte dieses Momentum nutzen und gemeinsam mit Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Praxis und vor allem mit Ihnen über die Umsetzung der Empfehlungen der Zukunftskommission Landwirtschaft in politisches Handeln zu diskutieren. Wir laden Sie herzlich ein, sich mit Fragen und Kommentaren aktiv an der Veranstaltung zu beteiligen.


14. Januar 2022, Berlin
Werkstattgespräch zur Zukunft der Ernährung; Thema: Nachhaltige und faire Bodennutzung in der EU

 

Nach Schätzungen der EU-Kommission sind 60 bis 70 Prozent der europäischen Böden in keinem guten Zustand. Diese Bodenverschlechterung verursacht in der EU jährlich Kosten in Höhe von 50 Milliarden Euro und schlimmer noch: die Degradierung gefährdet die Ernährungssicherheit zukünftiger Generationen. Zweifellos: Europa braucht eine zukunftsfähige Bodenpolitik!

 

Die im November 2021 erschienene Europäische Bodenstrategie nimmt den verbindlichen Schutz der Bodengesundheit, nachhaltigere landwirtschaftliche Praktiken und eine Begrenzung der Flächeninanspruchnahme in den Blick und schlägt einen „Boden-Pakt für Europa“ vor. Zudem unterstreicht sie die Notwendigkeit eines rechtsverbindlichen Rahmens für ein nachhaltiges Ernährungssystem in der EU. 

 

An der von Slow Food Deutschland und dem Institut für Welternährung organisierten Online-Workshop nahm auch der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann teil.


13. Januar 2022, Frankfurt/Wetteraukreis

Die Ernährungswende kommt vom Acker, denn Hülsenfrüchte ernähren Boden und Mensch – Wie setzen wir die Eiweißstrategie in unserer Region um?

 

Von Bionales e. V. und der Ökomodellregion Wetterau wurde dieser Onlinekongress organisiert. Für Weidewelt nahm deren Kassenführerin Rita Dambowy teil.


13. Januar 2022, Wiesbaden

Online-Vortrag von Gerd Trautmann, HMUKLV, zur neuen "Richtlinie Weidetierschutz"

 

Der überwiegende Teil von Nutztierrissen, der auf Wölfe zurückgeführt werden kann, entsteht bei Schafen und Ziegen. Deshalb ist der Fokus der Förderung auf diese Tierarten ausgerichtet. Neben dem sogenannten Grundschutz, einer wolfsabwehrenden Mindestsicherung die landesweit gefördert wird, ist die neue Förderung speziell auf Gebiete (Wolfspräventionsgebiete) zugeschnitten, in denen bereits Übergriffe von ansässigen Wölfen auf Nutztiere vorkamen. An der vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und dem Hessischen Verband für Schafzucht und -haltung e.V. nahm der Weidewelt-Vorsitzende Gerd Bauschmann teil.


Januar 2022, Wingert bei Dorheim

Wildkameras dokumentieren verschiedene Säugetierarten auf den Weideflächen

 

Feldhase, Wildkaninchen, Dachs, Eichhörnchen, Reh, Wildschwein, Fuchs und Steinmarder konnten mit Hilfe von Wildkameras auf den Weideflächen des Projektgebiets "Wingert bei Dorheim" dokumentiert werden.


08. Januar 2022, Friedberg-Ockstadt und -Dorheim

Wintereinbruch in den Projektgebieten Kirschenberg und Wingert

Download
Fuchsschafe am Kirschenberg Ockstadt
Schafe_Ockstadt.mp4
MP3 Audio Datei 40.1 MB
Download
Rhönschafe am Wingert bei Dorheim
Schafe_Wingert.mp4
MP3 Audio Datei 20.3 MB

01. Januar 2022, Friedberg

Weidelandschaft des Jahres 2022 "Naturentwicklungsgebiet Lippeaue" wird ausgerufen
 

1991 richtete die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU) in der Lippeaue eines der ersten mit Taurusrindern und Koniks beweideten Naturentwicklungsgebiete in Deutschland ein, die Klostermersch. Leitbild ist eine naturnahe Flusslandschaft, die sich weitgehend ohne Eingriffe des Menschen entwickeln kann. Weitere benachbarte Gebiete folgten und bilden heute den Biotopverbund "Naturentwicklungsgebiet Lippeaue".